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Cyborgs

Die „Borgs“ aus Star Trek. Wobei der Name „Borg“ absichtlich als Anlehnung auf Cyborg gewählt wurde.

Der Begriff Cyborg bezeichnet einen Menschen, der aus biologischen und künstlichen Teilen besteht. Der Cyborg ist ein Mischwesen zwischen lebendigem Organismus und Maschine. Der Name leitet sich von englisch cybernetic organism, »kybernetischer Organismus« ab. Cyborgs sind keine Roboter und sollten auch nicht mit Androiden verwechselt werden, welche rein anorganisch sind.

Der Begriff stammt aus der Raumfahrt. Manfred E. Clynes und Nathan S. Cline haben in einem Aufsatz in den 1960ern das erste mal den Begriff verwendet. Der Kontext war die Anpassung des Menschen an die lebensgefährliche Umwelt im Weltraum und nicht die Schaffung einer künstlichen Atmosphäre, in der überlebt werden konnte. Als Kurzwort wird der Begriff ebenfalls verwendet als Name für die Borg, eine außerirdische Macht verschiedener kybernetischer Rassen in der Science-Fiction-Serie Star Trek.

In der modernen Biotechnologie gibt es durchaus Bestrebungen, biologische Elemente (in diesem Fall Menschen) mit technischen Elementen zu verbinden. Dieser technische Bereich wird als Bioelektronik bezeichnet. Menschen mit technischen Implaten wie Herzschrittmachern, künstlichen Gliedmaßen und komplexen Prothesen kommen dem Begriff des „Cyborgs“ schon recht nahe. „Ungefähr 10% der aktuellen Bevölkerung der USA sind vermutlich im technischen Sinn Cyborgs“, schreibt N. Katherine Hayles im 'Cyborg Handbook'. Andere Forscher gehen noch weiter. So stellt der moderne Mensch nach Ansicht von Walther Zimmerli, Präsident der Privaten Universität Witten-Herdecke, ein Wesen dar, welches in einer symbiotischen Verbindung mit der ihn umgebenden Technik lebt. Er ist demnach „Teil eines solchen Mensch-Maschine-Komplexes“ (Zitat aus Lehre & Forschung 9/2000). Entsprechend ist ein Cyborg bereits eine Person, die sich mit Technik umgibt, etwa in einem Auto sitzt oder auch nur eine Brille trägt. Gerade hier aber ist strittig, wie der Begriff „Cyborg“ verwendet werden soll. Ist er ein Synonym für „den Menschen“ als einem anthropologisch unhintergehbar auf Technologie verwiesenen Wesen im Sinne Arnold Gehlens oder Helmuth Plessners? Oder soll der Begriff für soche Verbindungen von Leib und Technologie reserviert werden, bei denen „Technologie unter die Haut“ (D. Spreen) geht?

Siehe auch: Transhumanismus.

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