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Vorurteil

Wenn Juden Lachen. Propaganda-Plakat der NSDAP.

Wenn man ein Vorurteil über einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen hat, bedeutet das quasi dass man denkt man wüsste worum es sich bei diesem Menschen oder dieser Gruppe handelt, ohne diese Menschen aber tatsächlich zu kennen.

Das kommt meist daher das man von anderen Menschen die man kennt auf diesen Menschen schließt. Z.B. man kennt nur eine Person aus einem bestimmten Land. Jetzt trifft man zum ersten mal eine weitere Person aus dem Land und denkt dann vielleicht diese Person wäre so wie die erste Person nur weil sie aus dem gleichen Land kommt. Oft sind Vorurteile auch negativ. Um bei dem Beispiel zu bleiben, vielleicht hat diese Person aus dem anderen Land etwas geklaut und war ein Dieb. Dann ist man vielleicht geneigt zu denken die andere Person aus dem gleichen Land, wäre auch ein Dieb. Natürlich lassen sich Vorurteile daher auch leicht benutzen um andere Menschen abzuwerten und anzugreifen, obwohl sie vielleicht völlig unschuldig sind. Das funktioniert mit so ziemlich allen Gruppen von Menschen oder mit so ziemlich allen Eigenschaften eines Menschen. Es muss also nicht unbedingt aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Rasse sein. Es funktioniert mit der Zugehörigkeit zu einer Religion genauso. Überhaupt funktioniert es mit so ziemlich allen Gruppen zu denen man dazugehören kann. Vor allem wenn es sich um Gruppen handelt die an einem bestimmten Ort noch nicht so richtig bekannt sind.

Eines der Hauptaufgaben von SimplePedia soll es sein durch die verständliche Erklärung schwieriger Themen dazu beizutragen mit Missverständnissen und Vorurteilen aufzuräumen.

Siehe auch: Verleumdung und Hasswort.

„Keinem Menschen fällt es ein, Vorurteile in die Welt zu setzen, die sich sofort widerlegen lassen. So würde niemand behaupten, alle Deutschen seien Zwerge. Und die Nazis kamen nicht auf den Gedanken, den Juden kalte Augen nachzusagen. Kein vernünftiger Mensch hätte eine solche Behauptung geglaubt, weil er ja schon an der nächsten Straßenecke Juden mit freundlichen Gesichtern begegnet wäre. Die Nazipropaganda arbeitete subtiler, indem sie behauptete, die Juden seien geizig, raffgierig und verschlagen. Auf diese Weise konnten sie das reine Ressentiment produzieren. Schlichte oder angstvolle Gemüter gingen nun davon aus, dass ein Jude, der einem freundlich begegnete, besonders verschlagen war und sich gut verstellen konnte. Gegen die perfiden Vorurteile der Nazis hatten die Angeklagten keine Chance.“ – Sir Peter Ustinov

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