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Wie man sein eigenes Wiki erstellt
Generelles
Wie bereits in dem Artikel der erklärt was ein Wiki wirklich ist angedeutet wurde, hat ein Wiki an sich nichts mit Wikipedia zu tun. Wikipedia ist zwar das bei weitem bekannteste Wiki, aber es ist nur ein Wiki unter sehr, sehr vielen und es war auch bei weitem nicht das erste Wiki. Auch wurde in dem Artikel bereits angedeutet dass ein „Wiki“ nicht nur zum betreiben einer Enzyklopädie genutzt werden kann, sondern auch für eine Vielzahl von ganz anderen Funktionen, wie z.B. zum Koordinieren innerhalb einer Firma, zum schreiben eines Buches, als CMS, im Intranet usw. und dass es viele verschiedene „Engines“ also verschiedene Software zum betreiben eines Wikis gibt. Natürlich muss man nicht unbedingt eines dieser „Engines“ benutzen. Wenn man sich mit Computersprachen wie HTML und PHP auskennt, kann man auch seine eigene Wiki-Engine erstellen, aber da das viel zu kompliziert wäre, gehen wir hier nicht darauf ein.
Viele Leute denken jetzt vielleicht dass man überhaupt nicht „technisch“ werden müsste und dass die einfachste Möglichkeit sein eigenes Wiki zu erstellen daran bestünde sich einfach bei Webseiten wie Wikia oder Wikispaces anzumelden. Diese bieten zwar für jeden Wikis an und es wäre sicherlich bei weitem die einfachste, unkomplizierteste und kostengünstigste Möglichkeit an ein eigenes Wiki zu kommen - bis auf dass es dann streng genommen eigentlich nicht das „eigene“ Wiki wäre. Diese Onlineanbieter „verschenken“ keine Wikis, sondern sie erteilen einem streng genommen lediglich die RECHTE eines von ihren Wikis (unter ihren Bedingungen) nutzen zu dürfen. Das eigentliche Wiki befindet sich auf ihren Server und benutzt ihre Engine und natürlich können sie einem die Nutzungsrechte oder gar das gesamte Wiki auch wieder relativ beliebig löschen. Daher kann man zwar sagen dass dies der mit Abstand einfachste Weg wäre an ein Wiki zu kommen, aber dass man dieses Wiki dann eigentlich wirklich nicht sein „eigenes“ nennen kann. Daher werden wir hier an dieser Stelle auch nicht weiter auf diese Möglichkeit eingehen.
Also, Angebote wie Wikia oder Wikispaces zu nutzen wäre viel zu einfach und sein eigenes Wiki mit HTML und PHP zu erstellen wäre viel zu schwer. Also wählen wir die goldene Mitte und entscheiden uns hier in unserem Beispiel für eine der vielen bereits existierenden Wiki-Engines. Aber wenn es so viele verschiedene Wiki-Engines gibt, stellt sich natürlich die Frage welche Engine man wählen sollte?
Wiki-"Engines"
Eine Wiki-Engine ist wie bereits erklärt, eine Software zum betreiben eines Wikis. Und da es davon wie bereits gesagt sehr viele gibt, ist es wichtig die richtige Engine zu wählen. Dabei gibt es keine Engine welche die „beste“ ist, sondern es stellt sich lediglich die Frage welche Engine ist die beste für die Art von Wiki die ich betreiben möchte. Hier nun ein kurze Vorstellung der beliebtesten Engines. Es gibt natürlich noch viel mehr. Aber SÄMTLICHE Engines vorzustellen würde den Rahmen sprengen.
Media Wiki
Die mit Abstand berühmteste Engine, da mit ihr Wikipedia betrieben wird. Gut wenn man eine Art Enzyklopädie im Internet, ähnlich wie Wikipedia machen will - aber nicht so gut geeignet für sämtliche andere Verwendungszwecke (und außerdem führt es leicht dazu dass manche Besucher einen dann ständig mit Wikipedia verwechseln.) Um diese Engine zu benutzen braucht man einen Server im Internet der PHP und MySQL unterstützt. Daher ist die Installation nicht ganz einfach und man sollte schon jemand sein der sich mit Servern und ihren Datenbanken auskennt, sonst ist das ganze Erlebnis viel zu frustrierend
Webseite: https://www.mediawiki.org
Dokuwiki
Eigentlich für Dokumentationen gedacht, kann man es aber durch zahlreiche Plugins für so ziemlich alles benutzen und wenn man will, es sogar so ähnlich aussehen lassen wie Mediawiki und es kann dann auch fast alles was Mediawiki kann
Die Installation ist relativ einfach. Alle Daten werden nicht in Serverdatenbanken, sondern direkt als Textdateien gespeichert, wodurch man auch ohne Server darauf zugreifen kann und auch viel leichter Backups machen kann. Außerdem macht es die Installation viel einfacher. Man muss Dokuwiki auch nicht unbedingt im Internet verwenden. Viele Firmen benutzen es auch einfach in ihrem Intranet. Man braucht auch kein MySQL. Allerdings braucht man auf seinem Server natürlich PHP (praktisch jeder Server hat das). Dieses Wiki benutzt Dokuwiki
Webseite: https://www.dokuwiki.org
TiddlyWiki
Es geht aber auch noch einfacher wie TiddlyWiki beweist. Für diejenigen die sich gar nicht mit Servern auskennen und vielleicht gar keinen Server haben oder überhaupt brauchen, wäre diese Engine zu empfehlen, denn sie basiert auf Java und kommt zur Not komplett ohne irgendeinen Server aus. Das heißt man kann es z.B. auch einfach direkt auf seinem ganz normalen Computer installieren, oder wo immer sonst man will. Außer Java, stellt es keinerlei andere Anforderungen und Java kann ja so ziemlich überall laufen.
Webseite: http://www.tiddlywiki.com/
Siehe auch: Wiki und Auflistung der Wikipedia-Alternativen
Kultur
Kultur (v. lat. cultura, aus colere, bebauen, pflegen, bewohnen), von Menschen Geschaffenes, durch menschliche Einwirkung Geschaffenes; einerseits bezogen auf die Veränderung der nicht-menschlichen Umwelt (Natur), vor allem aber auf die identitätsprägenden Eigenschaften menschl. Gesellschaften selbst.
In der Soziologie ist K. die Gesamtheit der geistigen Errungenschaften und Fertigkeiten einer Zivilisation bzw. einer Gesellschaft (kulturelle Errungenschaften: Sprache, Werte- und Symbolsysteme, Wissenschaften, Technologie, Religion und Brauchtum, Kunst); in diesem Sinne wird K. auch zum Gruppierungsbegriff für Zivilisationen mit ähnlichen, meist auf dieselben Wurzeln rückführbaren, kulturellem Überbau (westliche Kultur, asiatische Kultur). So wird der Kulturbegriff auch von anderen Gesellschaftswissenschaften (insb. Ethnologie und Anthropologie) benutzt, in der Archäologie bezeichnet er eine über einen gewissen Zeitaum fundortübergreifend konstante und damit gesellschaftl. Kontinuität nahelegende Ausprägung des Fundmaterials.
Die umgangssprachliche Verwendung des Begriffs K. ist verwandt mit dem soziologischen Kulturbegriff, seine Bedeutung jedoch meist beschränkt auf die künstlerisch-philosophischen Errungenschaften einer Gesellschaft: Literatur, Malerei und Musik.
Entwicklung des Kulturbegriffs
Noch im 17. Jh. bezog sich der Begriff K. ausschliesslich auf die Kultivierung der Erde (vergl. Agrikultur) und wandelte sich langsam in Richtung „intellektueller Fortschritt“ einer Person (K. im Sinne der Allgemeinbildung, aber auch der Manieren usw. einer Person). Erst im 19. Jh. kam ein sozialer, moralischer und ethischer Aspekt hinzu, der sich auf den intellektuellen „Zustand“ eines Kollektivs bezog. Ende des 19. Jh. unterschied Taylor erstmals zw. Kultur und Zivilisation, wobei er beide Begriffe definierte. K. wurde zu einer Gesamtheit von beobachtbaren Tatsachen zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Soziologischer Kulturbegriff
Definition
Als soziologisches Konzept wird die K. als mehr oder weniger kohärentes System von erlernten Handlungs- und Denkweisen definiert, die von einer Mehrzahl von Individuen geteilt und auf die nachfolgende Generation weitergegeben wird. Die Elemente einer K. stehen in enger Beziehung miteinander, d. h. wenn ein Element sich ändert hat dies einen Kaskadeneffekt auf alle andere Elemente des Systems. Die Individuen erlernen und verinnerlichen durch den sog. Sozialisationsprozess die versch. Elemente ihrer K.
Durch verschiedene, von den Individuen einer kulturellen Einheit geteilten kulturelle Aspekte unterscheidet sich eine bestimmte K. signifikant von anderen kulturellen Einheiten. Dies führt zu einem mehr oder weniger stark ausgeprägten kollektiven Identität bei den Individuen.
K. hat, in Bezug auf eine Gesellschaft, zwei grundlegende soziale Funktionen: Die Konservierung und Weitergabe der technischen, intellektuellen, moralischen, ästhetischen usw. Errungenschaften einerseits, und die Integration der Individuen in die Gesellschaft, andererseits.
Kultur in verschiedenen soziologischen Strömungen
In der funktionalistischen Theorie Malinowskis wird die K. zu einem Instrument zur Bedürfnisbefriedigung, bestehend aus einem System von Objekten, Einstellungen und Handlungen (organisiert in Institutionen), die diesem Zweck dienen. Sie wird als Ganzes, deren einzelne Komponenten sich in gegenseitiger Abhängigkeit befinden, betrachtet (⇒ Holismus).
Im Strukturfunktionalismus nach Parsons wird die K. zu einem kulturellen System, das für den Erhalt der Wertmuster innerhalb eines „allg. Handlungssystems“ zuständig ist und - ähnlich wie in der Kybernetik - das soz. System steuert.
Andere Kulturbegriffe
In der Landwirtschaft (Agrikultur) die Urbarmachung von Boden und Erdreich für den Anbau v. Kulturpflanzen.
In der Medizin, Biologie und Biochemie die zweckgerichtete Züchtung v. Bakterien.
Zeit im alten Rom
Je nachdem, wie sich die Menschen einer bestimmten Kultur in ihrer Welt zurecht finden, entwickeln sie unterschiedliche Vorstellungen davon, wie die Zeit vergeht. Die beiden häufigsten Vorstellungen sind die Idee des Kreislaufs (Zyklus) und die Unterscheidung der drei Zeitstufen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Zeitvorstellungen von Griechen und Römern, der wir im Wesentlichen noch heute verpflichtet sind, zeigt Eigenschaften von Beiden.
Einen Zeitlichen Kreislauf erlebten die Römer im Zusammenhang mit dem Jahreszyklus: Der römische Kalender verband das Sonnenjahr mit dem Mondjahr, in dem alle zwei Jahre ein zusätzlicher Monat eingeschoben wurde. Die Monate blieben theoretisch den Mondzyklus vom Leermond über den Vollmond zurück zum Leermond ab, das ganze Jahr war am Sonnenzyklus orientiert, wobei das politische Jahr an der Wintersonnenwende, das religiöse Jahr bei der Frühlingstagundnachtgleiche einsetzte.
Die Unterscheidung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erlebten die Römer in ihrem historischen Denken. Wie viele mündliche Gesellschaften, also Gesellschaften, deren Leben im Wesentlichen nicht durch schriftliche Kommunikation geprägt war, verstanden die Römer ihre Geschichte als eine dreigliedrige Einheit: Sie unterschieden die Begründungsfase der menschlichen Gemeinschaft in der tiefen Vergangenheit, über die sich über die sich viele Gründungsgeschichten erzählten, die Eltern- und Grosselterngeneration in die Gegenwart hineinragte, und eine lange historische Phase zwischen Ursprung und Gegenwart, die sich weder zeitlich gliedern liess noch zusammenhängende Erinnerungen für die Gegenwart bereithielt.
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