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Grundsätzliches zu den Prinzipien hier versus den Prinzipien auf Wikipedia
@ Tom: Ich hab gemerkt dass du versuchst die Prinzipien von Wikipedia hier anzuwenden und da bist du sicherlich auch nicht der Einzige, deshalb erstmal nochmal grundsätzlich zum Unterschied zu Wikipedia. Wie ich dir ja bereits auf deinen ursprünglichen Post auf der Startseite erklärt habe, hat diese Seite andere Grundsätze als Wikipedia. Ich schreibe es dir nochmal, da es auch für diese Diskussion relevant ist:
„Dieses Wiki hat in Wirklichkeit ein völlig anderes Konzept als Wikipedia und viele verstehen das vielleicht noch nicht so ganz. Wikipedia benutzt wie du bereits richtig angedeutet hast unter anderem das Prinzip „keine eigene Recherche“ und stützt sich daher vor allem auf Aussagen Dritter die man irgendwo im Internet gefunden hat. Diese Vorgehensweise scheint auf den ersten Blick seriös und verlässlich, ist sie aber nicht, denn es ist nicht gesagt dass etwas der Wahrheit entspricht nur weil irgend ein Dritter dies behauptet oder eine bestimmte Meinung im Internet weit verbreitet ist.
Daher will ich mit diesem Wiki eine andere Vorgehensweise ausprobieren um dafür zu sorgen dass ein Artikel möglichst der Wahrheit entspricht. Der Grund warum Artikel einfach geschrieben sein sollen, klare Aussagen haben sollen, durchaus auch eine Wertung abgeben dürfen und möglichst keine komplizierten Fachbegriffe enthalten sollen, ist NICHT weil die Zielgruppe aus Schülern besteht, sondern weil dies eben gerade die Art und Weise ist auf die sichergestellt werden soll dass Artikel nicht zu weit von der Wahrheit abschweifen. Das ist vielleicht schwer zu verstehen und dies wurde auch bereits erklärt. Aber hier nochmal kurz als Beispiel. Angenommen ich schreibe in einem Artikel „Herr Müller ist ein Mörder“. Es ist also eine ganz klare direkte Aussage und ist womöglich noch eine Wertung und schwere Anschuldigung und womöglich noch OHNE Quelle. Das mag daher jetzt für dich extrem unseriös und extrem wertend wirken, aber Falls Herr Müller jetzt kein Mörder sein sollte, ließe sich diese Aussage sehr leicht als falsch entlarven und jeder könnte (und würde) die Aussage entfernen. Wenn ich jetzt aber stattdessen schreibe „Laut dem Zeitungsbericht der Zeitung XY sind laut einer Umfrage die meisten Leute im Internet der Meinung Herr Müller KÖNNTE VIELLEICHT SOGAR EINMAL jemanden oder etwas getötet haben“, dann klingt es zwar neutral und ist mit Quellen belegt und entspricht dem Stil auf Wikipedia, ist aber daher für den Fall dass Herr Müller unschuldig ist auch VIEL schwerer zu widerlegen. Gegen die erste Aussage könnte Herr Müller auch z.B. falls nötig sogar gerichtlich vorgehen (falls sie nicht stimmt), gegen die zweite Aussage jedoch nicht, da sie viel zu vage formuliert ist und keine eigene Aussage getroffen wird sondern nur vage Meinungen und Andeutungen Dritter zitiert werden. Das ist also der Unterschied zwischen der Vorgehensweise auf Wikipedia und der Vorgehensweise hier. Die Vorgehensweise hier mag anfänglich ungewohnt, subjektiv und unseriös erscheinen, ganz einfach da die Leute diese Vorgehensweise dank Wikipedia noch nicht kennen. Aber ich bin überzeugt dass es gerade bei umstrittenen Themen LANGFRISTIG zu einem HÖHEREN Wahrheitsgehalt als auf Wikipedia führen wird. Quellen DARF es natürlich trotzdem geben - gibt es meist auch.“
Und dann habe ich dir geschrieben:
„
Denn wie bereits angedeutet, soll dieses Wiki ja weniger die Meinung Dritter oder die allgemeine Meinung im Internet wiedergeben. Daher ist eigene Recherche nicht wie auf Wikipedia verboten, sondern durchaus erlaubt und sogar gewünscht. Natürlich darf nicht nur ich eigene Recherche betreiben, sondern du natürlich genauso
Wichtig dabei ist aber dass es nachvollziehbar ist und dann finde ich braucht man auch nicht UNBEDINGT viele Quellen - das ist bei eigener Recherche manchmal auch gar nicht so recht möglich. Aber wie gesagt, dann ist es natürlich wichtig dass der Leser die Erklärungen und die Logik nachvollziehen kann. Und ich denke dass ist mir mit dem Artikel über Anarchie sogar durchaus gelungen, denn selbst du hast ja lediglich den letzten Abschnitt im Artikel gelöscht und scheinst aber mit der Definition an sich zufrieden zu sein. Aber wie gesagt, mehr dazu auf der Diskussionsseite über Anarchie. Wenn du dich dort konstruktiv mit deiner eigenen Recherche beteiligst, dann können wir sicher auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
“
Ich habe dir das hier nochmal geschrieben damit auch andere den Unterschied zu Wikipedia verstehen.
Bleiben wir bei dem Beispiel mit Herrn Müller, dem angeblichen Mörder. Der Satz „Herr Müller ist ein Mörder“ wäre im Prinzip in einem Artikel hier okay - SOGAR ohne Quelle, ABER wenn keine Quellen stehen, dann muss im Artikel natürlich für den Leser nachvollziehbar erklärt werden warum Herr Müller ein Mörder ist und natürlich muss diese Aussage auch der Wahrheit entsprechen. Wie kann man feststellen ob eine Aussage der Wahrheit entspricht? Nun, in unserem Fall könnte man im Zweifelsfall einfach auf der Diskussionsseite Rückfragen stellen und mehr Details verlangen. Wenn die Person dann antwortet und auf und Rückfragen detailliert, nachvollziehbar und schlüssig antworten kann, dann ist das ein gutes Zeichen. Beispiele für schlechte Anzeichen findet man im Artikel Wie man die Wahrheit von einer Lüge unterscheidet. Daraus folgt also dass man jemand der nicht die Wahrheit geschrieben hat (z.B. weil er sich nicht auskennt) daran erkennen kann das er nicht vernünftig schlüssig und logisch erklären kann wie er zu seine Aussage kommt und er würde sich an entsprechenden Diskussionen darüber nicht konstruktiv beteiligen und stattdessen vielleicht sogar zu persönlichen oder kategorischen Angriffen übergehen.
Ich denke du verstehst nun auf was man achten kann und in wie fern sich die Vorgehensweise hier mit der auf Wikipedia unterscheidet.
Also lass uns zum eigentlichen Thema kommen:
Über den letzten Absatz den Tom (IP 78.53.3.6) gelöscht hat
Entschuldige dass ich hier deine IP geschrieben habe, aber da du dich nicht angemeldet hast, ist dies die einzige Möglichkeit deine Bearbeitung zuzuordnen. Wobei Bearbeitung zu viel gesagt ist, da alles was du gemacht hast darin bestand einfach einen kompletten Absatz ersatzlos zu löschen. Die einzige Begründung die du geschrieben hast, ist: „Anarchie bedeutet Herrschaftslosigkeit - nicht Regierungslosigkeit. In Somalia ist die Regierung zusammengebrochen, an ihrer Stelle HERRSCHEN viele lokale Warlords.“
Also lass uns mal versuchen eine kleine Wahrheitsfindung zu machen. Und wie du sehen wirst geht dies tatsächlich auch ohne externe Quellen - einfach nur durch logische Schlussfolgerung. Also quasi eigene Recherche. Ein Leser betreibt in dem Moment ja auch eigene Recherche, denn er muss die Schlussfolgerungen ja auch logisch nachvollziehen können.
Du bist also der Meinung in Somalien herrscht keine Anarchie, da es dort örtliche „Warlords“ gibt und deshalb hast du den Absatz über Somalien gelöscht. Aber lass uns mal darüber nachdenken, was sind denn diese Warlords? Dass sie keine wirklichen Regierungsoberhäupter sind ist dir wohl auch klar, sonst hättest du nicht geschrieben: „Anarchie bedeutet Herrschaftslosigkeit - nicht Regierungslosigkeit.“ Wenn sie also keine Regierungsoberhäupter sind, was sind dann diese „Warlords“?
Und an dieser Stelle muss ich dann doch auf eine Quelle zurückgreifen, nämlich: https://en.wikipedia.org/wiki/Category:Somalian_faction_leaders
Das ist eine Liste der „Warlords“ in Somalien. Darunter findet man Mafiosi, Gangsterbosse, Völkermörder, Terroristen wie die Mujahideen und Leute mit so tollen Spitznamen wie „der Schlächter“. Sicherlich keine Regierungsoberhäupter im üblichen Sinne. Aber einigen wir uns mal darauf sie kollektiv einfach als „Verbrecher“ zu bezeichnen, denn das sind sie mit Sicherheit alle. Oder hast du da was dagegen?
Dass Verbrecher in einer Anarchie die größte Macht haben macht doch auch Sinn und bestätigt was ich bereits zuvor im Artikel erklärt habe:
„Staatliche Gewalt schließt Dinge wie Polizei und Richter mit ein. Da es also in einer Anarchie daher eben keine allgemeingültigen Gesetze, keine Polizei, keine Richter und keine Armee gibt, gibt es natürlich auch keine effektiven Methoden um Dinge wie „Anomie“, Unruhen, Gewalt und Bürgerkrieg zu verhindern. Von daher ist es sehr wahrscheinlich das eine Anarchie zu diesen Dingen führen wird. Es ist aber nicht das selbe Konzept und das eine MUSS auch nicht zwangsläufig zum anderen führen. Rein theoretisch könnte eine Anarchie auch völlig friedlich und harmonisch sein - vorausgesetzt natürlich ALLE Menschen SIND AN SICH bereits völlig friedlich und harmonisch und niemand macht etwas schlechtes. In der Realität ist dies aber (gerade heutzutage) eher selten der Fall und sobald jemand etwas schlechtes macht und z.B. stiehlt oder mordet, gibt es in einer Anarchie ja keine Polizei um dem Einhalt zu gebieten. Das heißt entweder man lässt ihn gehen und immer weiter stehlen und morden oder es bilden sich „Lynch Mobs“ - heißt er wird nicht von dafür geschulten Beamten, sondern vom aufgebrachten Volk ohne ein offizielles Verfahren und ohne Richter, Anwälte oder allgemeingültige Gesetze gerichtet und wahrscheinlich eben „gelyncht“ (von der Wütenden Masse gehängt). Eine andere Form von Justiz wäre nicht wirklich möglich, eben weil es keine gelernten Richter, keine Polizisten, kein allgemeingültiges Gesetz und keine Gefängnisse gibt - denn all dies wäre ja Teil des Staates und der staatlichen Gewalt und in einer Anarchie gibt es per Definition eben keinen Staat und keinerlei staatliche Gewalt. Sobald es diese Dinge gibt, oder sie sich bilden, wäre es ja keine Anarchie mehr.“
Ich finde es bestätigt auch das was ich in der Diskussion auf der Anarchopedia geschrieben habe:
„Natürlich ist Anarchie nicht gleich Bürgerkrieg und es muss in einer Anarchie auch nicht zwangsläufig ein Bürgerkrieg ausbrechen. Aber KANN in einer Anarchie ein Bürgerkrieg ausbrechen? Sicherlich! Es ist sogar sehr, sehr wahrscheinlich das dies geschehen wird, denn in einer Anarchie gibt es ja zwangsläufig per Definition keine staatliche Armee und keine Polizei, keine Richter etc. welche einen Bürgerkrieg Einhalt gebieten könnten.
Und natürlich kann eine Anarchie (rein theoretisch) dieses friedliche Paradies sein in dem jeder harmonisch zusammenlebt und von dem wir alle träumen. Aber dies kann in einer Anarchie eben nur solange der Fall sein solange jeder eben von sich aus völlig friedlich bleibt. Denn falls doch mal jemand ein Verbrechen begeht gibt es in einer Anarchie eben wie gesagt PER DEFINITION keine Polizei, keine Richter etc. die dem Einhalt gebieten könnten. Und es wird in der Realität mit SICHERHEIT früher oder später vorkommen das jemand ein Verbrechen begeht - gerade auch dann wenn man die Anarchie überhaupt erst durch Gewalt gegen den Staat gebildet hat - denn dann sind ja zwangsläufig gewaltbereite Menschen dabei. Also die Träumerei von einem friedlichen Paradies auf Erden ist ja ganz schön und rein theoretisch sicherlich denkbar, aber praktisch unrealistisch - gerade wenn man eine Anarchie durch Anwendung von Gewalt gegen den Staat anstrebt - dann ist der Bürgerkrieg praktisch vorprogrammiert, denn dann hat man in seiner Anarchie zwangsläufig gewaltbereite Menschen, aber eben zwangsläufig dann keine Polizei, keine Richter und keine staatliche Armee mehr um Gewalttätern Einhalt zu gebieten. Deswegen frage ich mich wie ihr euch das konkret vorgestellt habt? Wie wollt ihr einen Verbrecher festnehmen und ihm ein faires Gerichtsverfahren mit einer fairen Darlegung der Beweislage bieten, ihm einen Verteidiger bieten und ihm eine humane Gefangenschaft bieten wenn es keine Polizei, keine ausgebildeten Richter, keine Staatsanwälte, keine Rechtsanwälte, keine offiziellen Gefängnisse und vor allem kein Gesetz gibt? Und wie wollt ihr einen Bürgerkrieg verhindern wenn es keine staatliche Armee gibt?“
Du sagst solche Verbrecher und Terroristen wie sie in Somalien wild herumlaufen gäbe es in einer Anarchie nicht. Also würde ich mal sagen um meinen Abschnitt über Somalien zu widerlegen, müsstest du mir erstmal erklären wie man solchen Verbrechern und Terroristen wie sie in Somalien wild herumlaufen in einer Anarchie überhaupt Einhalt gebieten kann? Wie verhindert man in einer Anarchie deren Entstehung? Erkläre mir das bitte mal. Bzw. du brauchst es nicht mir zu erklären, erkläre das direkt im Artikel anstellle des Absatzes den du gelöscht hast und wenn du das machst, kann der Artikel so stehen bleiben. Ansonsten sehe ich keinen Grund den alten Absatz gelöscht zu lassen. Denn ich finde wenn du etwas löscht dann musst du es auch widerlegen können, oder zumindest eine bessere Erklärung schreiben können.
Manu 2015/09/17 17:55
Diskussion
Hi, immer und immer wieder lese und höre ich von „Anarchie“ als - Lebensfeindlich oder Lebensfördernd. Eine richtige Antwort, die ansich die Übersetzung „die Abwesenheit von HERRSCHAFT“ vertritt habe ich bisher nicht gefunden.
So habe ich mir Gedanken zu Gedanken gemacht und bin auf etwas Interessantes gekommen.
Umgangssprachlich vertreten die Menschen mit der „üblichen“ Anarchiebenennung eine Herrschaftslose Gewalt- und Chaosgesellschaft in der Jeder frei ist das zu tun was er vor hat, bis alle „Menschenfeindlichen“ Menschen Erschlagen verbannst oder bis zur zur Ewigkeit oder „Bekehrung“ eingesperrt sind. Die Einen meinen, das das erst ein Ende findet, wenn nur noch 1 Mensch übrig ist, die Anderen sagen, dass dann die einhellige Herrschaft der kommunistischen Gesellschaft zum tragen kommmt. Dann sei es so.
Doch bin ich der Meinung, dass alle „üblichen“ Beschreibungen an der wirklichen Anarchie weit weit vorbei gehen. Allein die Aussage: die Anarchie ist eine …. Herrschaftsform ist bereits der Widerspruch in sich! Wo kann Herrschaft benannt werden, wenn angeblich nicht vorhanden? Wenn ich das Chaos als Merkmal heranziehe, dann darf ich die Charakterisierung von Chaos heranziehen und die ist wie folgt (in etwa): Die unendliche Bewegung aller im chaotischen Zustand befindlichen Teile die auf und untereinander einwirken und somit vom Beginn einer „Begegnung“ das Ende der Auswirkungen nicht absehbar sind (nicht errechenbar o.w.s.a.i.). Also ergibt sich in einem Chaotischem Gesellschaftszustand immer wieder spontan, wenn auch nicht auf Dauer, ein Herrschaftsverhältins. Also auch nicht tauglich zur Übersetzung „… fernbleiben von Herrschaft“.
Gesetzlosigkeit, auch ein benanntes Merkmal, bemerkenswert da es Zutrifft. Denn die vom menschen gemachten Gesetze sind Allesamt ausübung von „Gewalt“ auf Den dem Gesetz „Unterworfenen“ Unterwerfung=unter Herrschaft stehend(liegend). Somit ist das ausbleiben von Herrschaftlichen Handlungen eben auch das ausbleiben vom Festlegen jeglicher Gesetze. Und in einer freien Gesellschaft sind „Gesetze“ nicht nötig und möglich, das alles lediglich in REGELN (Regelmässig, jedoch jederzeit Änderbar, wenn nicht mehr Erforderlich oder gewünscht).
Gewalt. Ist nun das mit Abstand Extravaganteste was einer wirklichen Anarchie fremd ist. Gewalt ist bereits im Anbeginn, und da ist noch nicht einmal die Hand erhoben, lediglich der Blick, die Aufhebung der „Herrschaftslosigkeit“. Der Gewaltanwendende versucht Herrschaft über das Opfer zu Bekommen, und der Betroffene versucht natürlich selber die Ober-Herrschaft wieder zu erlangen und wenigstens über sich selber Herrschen zu können.
So gesehen gehen die Gesellschaftsüblichen Begriffsempfindungen zu Anarchie mit der Zugrunde liegenden Definiton NICHT zusammen.
So dürfen wir langfristig und genau unsere Aussageinhalte ändern in dem wir der Sache auf den Kern kommen. Gedanke: Was ist das Gegenteil von An-Archie. - eine Totalherrschaft von Mehreren oder Einem. „Maximal-Archie“
Gedanke: Was haben wir über Gesellschaften „gelernt“: Es fängt mit der Urgesellschaft an, geht über Jäger und Sammler, Sklavenhalter, Antike, Mittelalter, Feudalismus, Kapitalismus, Angeblich zu einer „besseren“ Form von Sozialismus oder gar Kommunismus (kein Anspruch auf Vollkommenheit).
Gedanke: Aber was käme nach der höchsten Form der Herrschaft des Volkes über sich selbst? Es geht ja dann weiter - denn so geht „ohne Herrschaft“ nicht.
So habe ich die mir bekannten Formen mal genau nach Herrschaftsverhältnissen sortiert und stelle fest, dass es in den vergangenen Gesellschaftsformen immer hin- und her- (hoch und runter) ging - und seit genau nach der Urgesellschaft IMMER unter Herrschaftsverhältinissen.
Also liegt der Idealzustand einer Gruppe Menschen nicht in einer Herrschaftsform(?), sondern ohne Diese - Also in der An-Archie. Denn die Andere Seite der Mono-Archie (Diktatur) will ja keiner mehr.
Doch was genau ist nun diese An-archie, so ganz ohne Herrschaft. ohne Gesetz?
So einfach ist das nicht.
Bild: Oben ist die Mono-Archie (Monarchie oder Autokratie). Genau EINER(1)aus einer def.Gruppe Menschen hat die absolute Macht über alle anderen Menschen dieser grossen definierten Gruppe Menschen.
Ganz unten ist also die An-Archie. ALLE Menschen haben jegliche Macht - über KEINEN. Denn es sind keine Menschen mehr „ohne Macht“ übrig
Also andersherum: jeder hat KEINEN Herrscher mehr über sich, denn er stellt ja selber einen Herrscher(über sich selber) dar. Was dann den mit dem Herrschafts„inhalt“ belegten Begriff in der konkreten Anwendung nicht mehr möglich macht. Es ist also das „fernbleiben von Herrschaft“
Jeder hat lediglich Macht über sich selber. Und kann somit tun, was immer er tut, JEDOCH mit dem Selbsterklärten(!) und von allen mitgetragenem Willen, auch über keinem Anderen selber Macht auszuüben. (Ja also genau - nicht einmal Ansehen, geschweige ansprechen!)
Nun also von oben nach unten:
Mono-Archie / Di-Archie /… Poly-Archie(Oligarchie)… bis hin in der Mitte kippt das Verhältnis, dass die Minderheit über die Mehrheit Macht ausübt zu dem Verhältnis, dass mehr Menschen Macht auf immer Weniger ausüben. Bis hin, dass nun die Stelle Punktuell vor der An-Archie kommt: bis auf EINEN(1) alle Anderen Macht auf Diesen ausüben. Gefolgt von obig beschriebenem Zustand, dass alle nur noch Macht… ohne spezielle Person- ergo nur noch über sich selber haben.
Wo ist also das Ziel einer gesunden Gesellschaft? Und da bleibt nur ein(genau 1) Punkt.
Die „Mitte“. Und das ist auch zu Erklären:
In der Mitte haben genau die Hälfte „Macht“ und die andere Hälfte ist Untergeben. Somit stehem jedem „Herrscher“ genau Ein „Beherrschter“ gegenüber. Beide müssen miteinander Agieren, denn sie sind aufeinander angewiesen. Dabei ist nicht mehr zu ermittlen, wer der Herrscher und wer der Beherrschte ist. Denn jeder kann dem Anderen Abhängig halten, selber abhängig ist er ohnehin davon - sonst ist er kein Herrscher mehr. Weder der Eine noch der Andere. Ansonsten sind sie Allein in partieller An-Archie.
Diese Herrschaftsverhältinisse sind jedoch nicht stabil. Sie werden geschlossen und Aufgelöst mit den jeweiligen Wünschen, Erfordernissen, individuellen Bedürfnissen.
An dieser Stelle ist ein „politischer Überbau“ nicht mehr möglich und auch nicht mehr nötig, da im gemeinsamen Wirken - ob zeitweilig als Herrscher oder Beherrschter- eine gesunde Menschen-Gesellschaftliche Lebensqualität sichert.
Und dann bedarf es weder Reichtum noch das Streben danach. Denn jeder kann in seiner Sache so reich sein wie er es schafft . Ohne Konkurrenz, Neid, Habgier - auf Kosten lebend. Denn jeder kann sich dem Anderen ohne Probleme und Nebenwirkung zuwenden oder verweigern. Das versuch mal in einer sog. „Demokratie“ siehe GG Art 14(2) im Zusammenhang mit BGB §903 (1.Satz) in Einklang zu bringen es als „wirkliches“ Eigentum zu deklarieren.
Wenn ich so alle bisherigen vorgekommenen „realen“ Gesellschaftsmodelle ansehe- finde ich (bis auf die sog.Urgesellschaft) ALLE in der oberen Ebene - heisst von Einzelherrschaft bis ca Mehrere Herrschen - und zwar- uneingeschränkt über das ganze Volk. Die Einschränkungen, die in den menschgemachten Gesetzen definiert, sind allesamt umgehbar durch die „Herrschenden“. Der Herrschende braucht ja nur so zu tun als ob. Er „HERRSCHT“ ja schliesslich. Egal ob „Gewählt“ oder Ungewählt. Und somit wird die Herrschaft immer das Gewaltmonopol an sich reissen und grossen Wert darauf legen, dass die Menschen immer lernen das von Menschen gemachte Gesetze einghalten werden und das ganz und gar im Selbstlauf. Daher ist das Errichen des gesellschaftlichen Mittel-Zustandes so schwer und noch ohne eine gesunde Gedanken-Schule stabil zu halten .
Übrigens - die Herrschaft Vieler über nur noch Wenige ist auch unrichtig, da es durch genügend „Macht“ dazu kommt, dass die Minderheiten nicht geduldet noch ihre „Freiheit“ ausleben, sind, dürfen.
Anmerkung: Diese Form des gesell-igen Zusammenlebens ist (vergl. dazu At-Gesellschaftswissenschaftler) auf einem kleinen Terrietorium lebendig. Allerdings auf vielen aneinanderliegenden kleinen Territorien, die dann ausgehend von Familie - Geimeinschaft - Gemeinde - Land weiter Regional wirken. Jedoch sind die „individuellen“ Eigenheiten nicht allgemein anzuwenden. Denn ein Hamburger muss nicht das tun, was in Thüringen üblich ist - und Der Cottbuser muss nicht die Regel befolgen, die in Essen gilt.
Schlussbemerkungen:
Anarchie ist Leben ohne jegliche „Herrschaft“ Derjenige nur für sich ohne Antrieb und Interesse von oder nach „Aussen“, einfach mit dem Ziel oder Nichtziel - geboren leben sterben. Wen hats zu/oder wen interressiert's-
Die Reine Form der Anarchie ist also nur Sterbenden vorbehalten. Es ist schon ein Gesellschaftsmodell, wenn auch nicht zu Erreichen.
Vgl. dazu [absoluten Hitzepuntk „höchste angetriebene Bewegung“ / absoluter (Temp)Nullpunkt „ tiefste® unangetriebene® Bewegungslosigkeit (Stillstand)“]
(Wie dann der Mittelzustand heissen soll weiss ich nicht. Demokratie ist es NICHT, dennn Diese ist immer noch die Herrschaft, wenn auch grösseren Gruppe, einer Minderheit über eine Mehrheit. Oder wie ist es zur Zeit in unserem deutschen Lande.)
Bleibt zum Ende noch : die „Anarchie“ über die die Menschn unseer Zeit „angeblich - so genau bescheid wissen wollen“ ist lediglich eine Form einer chaotischen Gewaltherrschaft. Das GESETZ des Stärkeren. Absolute Macht der Starken über die Schwachen.
auf einem Weg - andreas (Quelle: mich selbst Zitiert aus gutefrage.de „was genau ist Anarchie?“)
Ups, verzeiht, dass ich noch was nachsatze.
Wenn in einer Gastronomie auf WC gehst - gehst in „Anarchie“, wenn auch nur partiell. Denn dann möchtest Du ohne Einfluss anderer Deinem Gesch. nachgehen und willst dabei auch keinen Anderen Beherrschen. Und wenn Du den Raum verlässt begibt man sich wieder in andere gemeinsame gesellsch. Verhältinisse. (shit-vergleih ist aber auch ein w.kompliziertes Thema….)
Und wenn es denn Einen gäbe, der die Anarchie ausrufte, der Widerspräche der Anarchie in sich, denn er ordnet per Machtausübung die Machtannahmeverweigerung an - hihi. Und was wenn einer nicht Anarchisch leben will ?? So kommt das nicht Zustande … oder ?
roflMAO
Manu, du hättest dir diese ganze Diskussion ersparren können, wenn du mein Löschkommentar genau liest. Anarchie bedeutet NICHT Regierungslosigkeit sondern Herrschaftslosigkeit. Deine ganze Argumentation, dass Warlords keine Regierung darstellen geht also total daneben. Soetwas habe ich nie behauptet. Warlords sind Herrscher - keine Regierung. Über die Legitimität dieser Personen oder der Anarchie allgemein habe ich keine Aussage getroffen.
Du erwartest jetzt ernsthaft von mir, dass ich deine Behauptung widerlege? Beleg erstmal deine eigene Behauptung!
Ich versteh dich schon. Deine Argumentation ist dass die, nennen wir sie mal „Gangsterbosse“ in Somalien, Macht besitzen, deinem Verständnis nach in einer Anarchie aber keiner irgendeine Macht besitzt, also ist Somalien für dich keine Anarchie. Ich versteh dich schon.
Aber was wäre denn dann für dich ein Beispiel einer Anarchie? Wenn du ein besseres Beispiel kennst, dann kannst du das ja rein schreiben. Es geht mir nur darum dass du den Absatz nicht ERSATZLOS löscht. Ausserdem war meine Argumentation ja dass diese Warlords, Verbrecher sind. Diese haben zwar Macht, aber man kann in der Realität in einer Anarchie diese Art von Gangsterbossen mit sehr viel Macht nicht aufhalten, da es ja keine staatliche Armee, Polizei, Gesetze, Gefängnisse, Richter etc. gibt. Daher werden sich derartige „Warlords“ in einer Anarchie in der Realität zwangsläufig bilden.