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ludwig_ii [2014/01/24 13:47]
manu
ludwig_ii [2015/08/06 22:52] (aktuell)
manu
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 ===== Ludwig II - König von Bayern ===== ===== Ludwig II - König von Bayern =====
  
-{{ http://​hinter-den-schlagzeilen.de/​wp-content/​uploads/​2011/​06/​LudwigII.jpg?​360}}+{{http://​hinter-den-schlagzeilen.de/​wp-content/​uploads/​2011/​06/​LudwigII.jpg?​220 }}
 König Ludwig der Zweite war homosexuell und verrückt und brachte sich selbst um. König Ludwig der Zweite war homosexuell und verrückt und brachte sich selbst um.
 Zumindest war dies die Darstellung seiner politischen Gegner die ihn entmündigen ließen um selbst an die Macht zu kommen. Aber was ist wirklich passiert? Zumindest war dies die Darstellung seiner politischen Gegner die ihn entmündigen ließen um selbst an die Macht zu kommen. Aber was ist wirklich passiert?
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 (Aus Epoch Times Deutschland Nr. 8/08) http://​www.epochtimes.de/​Kunsthistoriker-Wichmann-ueber-den-unnatuerlichen-Tod-Ludwig-II-Teil-1-a241385.html (Aus Epoch Times Deutschland Nr. 8/08) http://​www.epochtimes.de/​Kunsthistoriker-Wichmann-ueber-den-unnatuerlichen-Tod-Ludwig-II-Teil-1-a241385.html
  
-Ein kleines Stück Leinwand mit drei Gesichtern, die Profilansicht eines Mannes, der seinen schockierten Blick auf einen Toten richtet, aus dessen Mund frisches Blut fließt, daneben ein niedergeschlagener Bärtiger, dem Tränen über die Wange laufen. „Wann ist das Bild entstanden",​ hatte der Besitzer des Bildes den Kunstexperten Siegfried Wichmann gefragt. Das war an einem Novembertag im Jahr 1967. Er untersuchte den sonderbaren Fund und fand auf der Rückseite die Namen der Dargestellten - „Schleiss v. L.", „Ludwig II." und „Hornig"​. Das Dreier-Portrait,​ stellte er zweifelsfrei fest, war gemalt von Hermann Kaulbach, dem Maler, der König Ludwig II. in den letzten Tagen seines Lebens begleitet hatte. Oberkonservator Wichmann fotografierte das Bild und archivierte es für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Dann gab er es dem Besitzer zurück.+Ein kleines Stück Leinwand mit drei Gesichtern, die Profilansicht eines Mannes, der seinen schockierten Blick auf einen Toten richtet, aus dessen Mund frisches Blut fließt, daneben ein niedergeschlagener Bärtiger, dem Tränen über die Wange laufen. „Wann ist das Bild entstanden",​ hatte der Besitzer des Bildes den Kunstexperten Siegfried Wichmann gefragt. Das war an einem Novembertag im Jahr 1967. Er untersuchte den sonderbaren Fund und fand auf der Rückseite die Namen der Dargestellten - „Schleiss v. L.", „Ludwig II." und „Hornig"​. Das Dreier-Portrait,​ stellte er zweifelsfrei fest, war gemalt von Hermann Kaulbach, dem Maler, der König Ludwig II. in den letzten Tagen seines Lebens begleitet hatte. Oberkonservator Wichmann fotografierte das Bild und archivierte es für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Dann gab er es dem Besitzer zurück. ​ 
  
 Die Begegnung mit dem bis dahin unbekannten Bild ließ Siegfried Wichmann seitdem nicht mehr los. Für ihn war klar, dass hier der tote König Ludwig abgebildet war, der gerade von seinen Freunden gefunden worden war. Kaulbach musste die Skizze direkt nach dem Fund der noch nicht erstarrten Leiche im Abendlicht des 13. Juni 1886 angefertigt haben, in dem er den Malkasten, den er stets bei sich zu tragen pflegte, auf den Bauch des Toten stellte und ihn in liegender Perspektive portraitierte. Die Begegnung mit dem bis dahin unbekannten Bild ließ Siegfried Wichmann seitdem nicht mehr los. Für ihn war klar, dass hier der tote König Ludwig abgebildet war, der gerade von seinen Freunden gefunden worden war. Kaulbach musste die Skizze direkt nach dem Fund der noch nicht erstarrten Leiche im Abendlicht des 13. Juni 1886 angefertigt haben, in dem er den Malkasten, den er stets bei sich zu tragen pflegte, auf den Bauch des Toten stellte und ihn in liegender Perspektive portraitierte.
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 +{{ http://​media.epochtimes.de/​2008/​02/​18/​Wichmann_Zeichnung_scharf_pt_8.jpg?​280}}
  
 Wichmann musste beim Anblick des blutgefüllten Mundes von Ludwig II. an den Lungendurchschuss denken, den er selbst als junger Soldat an der Eismeerfront erlitten und überlebt hatte. Er begann, die bis heute propagierte Geschichte - vom Ertrinkungstod des Königs durch Selbstmord im Starnberger See, - in Frage zu stellen. Heute geht er von folgender Version aus: Ludwig wurde am Ufer des Starnberger Sees von einem unbekannten Schützen mit zwei Lungenschüssen ermordet. Mittäter Psychiater Bernhard v. Gudden, der den König zum Tatort geführt hatte, wurde von den Unterstützern Ludwigs überrascht,​ als er dabei war die Spuren zu verwischen. Er fing mit ihnen einen Kampf auf Leben und Tod an, indem er erdrosselt wurde. "Sie wollten eigentlich dem König zur Flucht verhelfen, Löwenfeld, im Boot mit den beiden Stallmeistern Hornig und Kaulbach. Sie kamen einfach fünf Minuten zu spät..."​ erklärt Wichmann. Wichmann musste beim Anblick des blutgefüllten Mundes von Ludwig II. an den Lungendurchschuss denken, den er selbst als junger Soldat an der Eismeerfront erlitten und überlebt hatte. Er begann, die bis heute propagierte Geschichte - vom Ertrinkungstod des Königs durch Selbstmord im Starnberger See, - in Frage zu stellen. Heute geht er von folgender Version aus: Ludwig wurde am Ufer des Starnberger Sees von einem unbekannten Schützen mit zwei Lungenschüssen ermordet. Mittäter Psychiater Bernhard v. Gudden, der den König zum Tatort geführt hatte, wurde von den Unterstützern Ludwigs überrascht,​ als er dabei war die Spuren zu verwischen. Er fing mit ihnen einen Kampf auf Leben und Tod an, indem er erdrosselt wurde. "Sie wollten eigentlich dem König zur Flucht verhelfen, Löwenfeld, im Boot mit den beiden Stallmeistern Hornig und Kaulbach. Sie kamen einfach fünf Minuten zu spät..."​ erklärt Wichmann.
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 Könige lebten gefährlich am Ende des 19. Jahrhunderts,​ es war eine Epoche, in der sich Attentate auf gekrönte Häupter häuften: Kaiser Maximilian von Mexiko war 1867 hingerichtet worden. Zar Alexander II. Starb 1881 durch ein Attentat. Queen Victoria entkam mehreren Anschlägen,​ Kaiserin Sisi von Österreich wurde 1898 erstochen. Für Prof. Wichmann ist König Ludwig II. ein weiteres, tragisches Beispiel in dieser Reihe. Besonders schmerzt ihn, dass seine damaligen Widersacher eine Schädigung seines Ansehens bewirken konnten, die bis heute verhindert hat, dass Ludwigs überragende Verdienste um die europäische Kultur uneingeschränkt gewürdigt werden. Könige lebten gefährlich am Ende des 19. Jahrhunderts,​ es war eine Epoche, in der sich Attentate auf gekrönte Häupter häuften: Kaiser Maximilian von Mexiko war 1867 hingerichtet worden. Zar Alexander II. Starb 1881 durch ein Attentat. Queen Victoria entkam mehreren Anschlägen,​ Kaiserin Sisi von Österreich wurde 1898 erstochen. Für Prof. Wichmann ist König Ludwig II. ein weiteres, tragisches Beispiel in dieser Reihe. Besonders schmerzt ihn, dass seine damaligen Widersacher eine Schädigung seines Ansehens bewirken konnten, die bis heute verhindert hat, dass Ludwigs überragende Verdienste um die europäische Kultur uneingeschränkt gewürdigt werden.
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 +{{http://​media.epochtimes.de/​2008/​02/​18/​Bild_LudwigII_pt_8.jpg?​220 }}
  
 Wichmann stammt selbst aus einer Familie von Künstlern. Die Leidenschaft für Kultur und Kunst wurde sein Lebensinhalt. Seine Begeisterung für die Vielfalt der Welt führte ihn bis nach Japan und Kanada, wo er mehrere Jahre lebte. Er lehrte Kunstgeschichte in Karlsruhe, arbeitete an den Münchener Pinakotheken,​ betreute unzählige Ausstellungen im In- und Ausland, und gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Wichmann stammt selbst aus einer Familie von Künstlern. Die Leidenschaft für Kultur und Kunst wurde sein Lebensinhalt. Seine Begeisterung für die Vielfalt der Welt führte ihn bis nach Japan und Kanada, wo er mehrere Jahre lebte. Er lehrte Kunstgeschichte in Karlsruhe, arbeitete an den Münchener Pinakotheken,​ betreute unzählige Ausstellungen im In- und Ausland, und gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
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 "Das Anliegen des Autors bestand nicht nur in der Schilderung der Vorbereitung und Tötung. Denn trotz Mord und Freiheitsberaubung bleibt König Ludwig II. in diesem Buch der internationale Planer, der Erfinder und schöpferische Mäzen, denn er war der Forscher im Bereich der europäischen Kulturen, er war absoluter Kenner der Weltausstellungen seines Jahrhunderts,​ er sammelte und schrieb islamische Kalligrafie,​ er blieb ein überragender Staatsmann und führte das Land der Bayern mit sicherer Hand." (aus Siegfried Wichmanns Buch „Die Tötung des Königs Ludwig II. von Bayern",​ erschienen 2007 im Selbstverlag. Das Buch ist für 75 Euro erhältlich (ISBN 978-3-00-022234-4). "Das Anliegen des Autors bestand nicht nur in der Schilderung der Vorbereitung und Tötung. Denn trotz Mord und Freiheitsberaubung bleibt König Ludwig II. in diesem Buch der internationale Planer, der Erfinder und schöpferische Mäzen, denn er war der Forscher im Bereich der europäischen Kulturen, er war absoluter Kenner der Weltausstellungen seines Jahrhunderts,​ er sammelte und schrieb islamische Kalligrafie,​ er blieb ein überragender Staatsmann und führte das Land der Bayern mit sicherer Hand." (aus Siegfried Wichmanns Buch „Die Tötung des Königs Ludwig II. von Bayern",​ erschienen 2007 im Selbstverlag. Das Buch ist für 75 Euro erhältlich (ISBN 978-3-00-022234-4).
  
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