Hat eine Person das Gefühl, beobachtet, verfolg oder ausspioniert zu werden, kann dies der erste Hinweis für Stalking sein. Konkreter wird es bei einem Auto, welches den Betroffenen verfolgt oder wenn das Opfer wiederholt belästigt wird. Dies funktioniert nicht nur persönlich, sondern kann auch telefonisch oder online passieren. Oft ist es die verletzte Eitelkeit oder das angekratzte Ego, welches im Täter den Wunsch erweckt, seinem Opfer das Leben zur Hölle zu machen.

Wo / Wann fängt Stalking an?

Stalking steht oft in Verbindung mit Mobbing. Mobbing bedeutet, beispielsweise online, in der Schule oder am Arbeitsplatz, regelmäßig auf die ein oder andere Weise gequält und psychisch verletzt werden. Meist ist diese Schikane organisiert und nicht willkürlich, sondern es steckt ein System dahinter. Das Ziel eines „Mobbers“ besteht oft darin, die betroffene Person zu „verjagen“ oder „wegzuekeln“. Dies kann eben auch in Form von Stalking passieren. Durch solche Handlungen kann es unter anderem zu massiven psychischen Beschwerden kommen, mit welchen der Betroffene im schlimmsten Fall auch länger zu kämpfen hat. In Deutschland stellt Stalking einen Strafbestand dar, welcher mit entsprechenden Beweisen zur Anzeige gebracht werden kann und sollte. Mit diesen kann beispielsweise eine Unterlassungsklage erwirkt werden. Solche Beweise können zum Beispiel mit Hilfe einer Privatdetektei erbracht werden.

Cyberstalking / Cybermobbing

Im heutigen, digitalen Zeitalter kann jeder Opfer von Cyberstalking / Cybermobbing werden. Egal ob Einzelpersonen oder ganze Gruppen. Da Geschädigte meist nicht wissen, wer sie online beobachtet, beziehungsweise belästigt, besteht hier eine erhöhte Chance, dass sie sich dauerhaft beobachtet und bedroht fühlen, da jeder zum potentiellen Täter wird. Cyberstalking kann in diversen Formen auftreten. Egal ob jemand stillschweigend Informationen über sein Opfer sammelt oder dieses sogar Kontakt aufnimmt. Cyberstalking umfasst Demütigung, Beleidigung, Ehrverletzung und Ähnliches. Auch Hacking kann ein Ausdruck von Cyberstalking sein. Dies müssen die Betroffenen nicht einmal unbedingt sofort mitkriegen. So kann beispielsweise Spyware auf dem Handy installiert werden, wodurch möglicherweise jederzeit der Standort des Geschädigten überwacht werden kann, solange dieser sein Handy mit sich führt.

Wer kann ein Cyberstalker sein?

Dieser Punkt macht Cyberstalking besonders schwierig, da es theoretisch ausnahmslos jeder sein kann. In vielen Fällen kennt das Opfer seinen Peiniger bereits. Es kann sich um einen eifersüchtigen Ex-Partner handeln, ein kontrollsüchtigen Ehepartner, ein aufdringliches Elternteil. Oft besteht eine persönliche Verbindung, welche das Opfer so interessant macht. Berühmte und prominente Personen sind besonders beliebte Ziele für Cyberstalking. In solchen Fällen handelt es sich bei dem Täter jedoch meistens um eine fremde Person. Solange sich dieser seine Zielperson jedoch nicht kontaktiert, kann es sein, dass der Gestalkte nichts bemerkt. Es gibt jedoch Anzeichen, an welchen unter Umständen trotzdem zu erkennen ist, ob man zur Zielscheibe dieser Form von Belästigung geworden ist.

Potentielle Anzeichen

Wenn der Verdacht besteht, das Ziel von Cyberstalking zu sein…

Besteht das Gefühl, Opfer eines solchen Angriffs auf die Privatsphäre geworden zu sein, sollte man sofort handeln! Je früher dies unterbunden werden kann, desto geringer ist das Risiko, einen ernsten und / oder bleibenden Schaden davon zu tragen.

Tipps

Ab wann sollte sich die betroffene Person sorgen?

Stalking in jeglicher Form kann extrem beängstigend sein und sollte in jedem Fall schnellstmöglich unterbunden werden. Auch wenn der Stalker harmlos anfängt, kann dieser schnell obsessiv werden. Unter Umständen hat der Betroffene das Gefühl, seine Privatsphäre gänzlich zu verlieren und dauerhaft beobachtet zu werden. Allerdings muss erst einmal geklärt sein, ob das Opfer wirklich gestalkt wird oder das Gefühl trügerisch ist. Es sollte auf keinen Fall vorschnell oder unüberlegt gehandelt werden. Stalking ist ein sehr ernster Vorwurf. Dies muss erst absolut sicher festgestellt werden, bevor ein möglicherweise Unschuldiger unter ungerechtfertigten Vorwürfen leidet.

Wann ist es Stalking? Wie sollte man sich verhalten, solange der Verdacht ungeklärt ist?

Wer ist der Stalker? Was passiert nachdem der Täter gefunden wurde?

Sobald der Betroffene festgestellt hat, dass wirklich Stalking vorliegt, ist die Frage zu klären, wer der Täter ist. In manchen Fällen lässt sich dies leicht herausfinden, besonders, wenn der Täter sich keine Mühe gibt, unerkannt zu bleiben. In solchen Fällen handelt es sich dann meist um eine dem Opfer bekannte Person. In den häufigsten Fällen ist es jedoch leider nicht so einfach. Stalker versuchen oft sich zu „verschleiern“. Um in einer solchen Situation aufzuklären, wer die Privatsphäre stört, sind Detektive äußerst hilfreich. Durch den Erfahrungsschatz und die Kontakte, über welche ein Ermittler verfügt, sind dann fast immer dringend notwendig zur Aufklärung der Situation. Darüber hinaus hat ein Privatermittler Werkzeuge, auf welche eine Person, welche nicht in dieser Branche tätig ist, üblicherweise nicht zurückgreifen kann. Zusätzlich ermittelt ein Detektiv das Motiv des Übeltäters, welches wichtig ist, wenn die Tat angezeigt wird.

Sobald der Stalker ausgemacht wurde, müssen eindeutige Beweise gesammelt werden. Eine Privatperson wird sich jedoch schwer tun, Beweise zu finden, welche für die Polizei und das Gericht relevant und zulässig sind. Hierbei hat ein Ermittler wieder den Vorteil, dass dieser auf ganz andere Werkzeuge, Erfahrungen und Kontakte verfügt und genau weiß, worauf bei der Beweissicherung zu achten ist.

Quelle: Detektei Reimann - Stalking, Mobbing, Nachstellung